Neues aus der MIT Hochtaunus

24. April 2018

Firmen Heilen und Datenanalyse aus dem Quantenrauschen – Esoterik in der Unternehmensberatung

Als Vertretung des Mittelstandes beschäftigt sich die MIT natürlich vor allem mit politischen Themen. Daneben möchten wir jedoch immer auch andere Themen aufgreifen, die für Unternehmer und unternehmerisch interessierte Bürger spannend sind. Hierzu gehört auch die wachsende Rolle von Beratungsangeboten in der Wirtschaft und die Frage nach der Unterscheidung seriöser und unseriöser Angebote.


Dr. Holm Gero Hümmler ist Physiker, seit mehr als 15 Jahren Unternehmensberater und seit mehr als 10 Jahren selbstständig in Bad Homburg. Noch länger beschäftigt er sich in seiner Freizeit mit der Aufklärung über Pseudowissenschaften, Esoterik und Verschwörungstheorien. Im vergangenen Jahr erschien sein Buch „Relativer Quantenquark – Kann die moderne Physik die Esoterik erklären“. Online schreibt er unter quantenquark.com und strategies-for-uncertainty.com.

Am Dienstag, den 24.4. um 19.30 spricht er im Kaminzimmer des Royal Homburger Golfclubs, An der Karlsbrücke 10, zum Thema:
Freak Management – Esoterik in der Unternehmensberatung
Unternehmensberater wird man, indem man sich entsprechende Visitenkarten drucken lässt. Erfolgreicher Unternehmensberater wird man, indem man seine Beratung an Unternehmen verkauft. Nicht jeder Klangschalentherapeut oder Feng-Shui-Berater, der „Unternehmensberatung“ unter seinen Angeboten auflistet, kann also als ernstzunehmender Unternehmensberater gezählt werden.
Umgekehrt ist Unternehmensführung auch keine exakte Wissenschaft. Unternehmerische Entscheidungen stecken voller Unwägbarkeiten, Komplexität, unbekannten und menschlichen Faktoren, bei denen auch eine gute Beratungsleistung oft in grober Vereinfachung oder auf den ersten Blick fragwürdig anmutenden Modellbildungen besteht. Ähnliches gilt in der Personalentwicklung oder im Coaching, wo das Ziel häufig die ganz subjektive Wahrnehmung oder das Verhalten einzelner Personen ist. Nicht jeder Coach, der angibt, auch einmal neurolinguistische Programmierung (NLP) gelernt zu haben oder einem gestressten Mitarbeiter zur Meditation rät, verkauft also Esoterik.
Es gibt jedoch auch auf den ersten Blick seriös auftretende und offenbar nicht gänzlich erfolglose Beratungsunternehmen, die sich mit ihren Angeboten auf Konzepte berufen, die eindeutig der Esoterik zuzuordnen sind. Ambitionierte Manager oder Unternehmer in Schwierigkeiten können sich Hilfe durch Astrologie, Global Scaling oder einen quantenphysikalischen Scan des Nullpunktsfeldes holen. Unternehmensberater „kombinieren die Effektivität der systemischen Beratung mit der Zeitlosigkeit der Geomantie“, bieten Aufstellungen nach Bert Hellinger an, werben mit ihrer schamanischen Ausbildung oder arbeiten an den Chakren der Mitarbeiter.
Ein Rundgang durch den alltäglichen Wahnsinn auf dem Beratungsmarkt.
Die MIT freut sich auf Ihre Teilnahme und auf eine lebhafte Diskussion.

 

26. März 2018

Die CDU Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Hochtaunus trauert um ihr langjähriges und aktives Mitglied

Oscar Müller,
der am 26. März 2018 verstorben ist.

Oscar Müller war Mitbegründer der CDU Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Hochtaunus im Jahr 1977, zeitweilig war er stellvertretender Vorsitzender der MIT Hochtaunus. Oscar Müller hat sich als Unternehmer in besonderer Weise für den Mittelstand im Usinger Land und im gesamten Hochtaunuskreis eingesetzt. Für die Verdienste im Sinne der Unternehmerinnen und Unternehmer dankt  ihm die CDU Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung für sein nachhaltiges Engagement ganz besonders.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.
Wir werden Oscar Müller ein ehrendes Andenken bewahren.

 

29 Januar 2018

MIT vor Ort – Unter dem Motto Wirtschaft und Politik im Gespräch

„Unternehmer sein im Hochtaunuskreis“

 fand die diesjährige Jahresauftaktveranstaltung der MIT Hochtaunus drei Tage vor der Landratswahl in Bad Homburg v.d. H. statt.
„Die anstehenden Landratswahlen lenken den Blick auf die Kreispolitik und dabei insbesondere auf die politischen Rahmenbedingungen für unternehmerische Tätigkeit im Hochtaunuskreis“, sagte die Vorsitzende der MIT Claudia Kott und begrüßte unter ca. 70 Gästen den amtierenden Landrat und Kandidaten zur Wiederwahl Ulrich Krebs sowie den Europa-Abgeordneten Thomas Mann, den Landtagsabgeordneten und stellvertretenden Vorsitzenden der MIT Hochtaunus Holger Bellino sowie den Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Jürgen Banzer. Bellino und Banzer waren beide als Kandidaten für die Landtagswahl am 28. Oktober  bereits wieder aufgestellt worden. Mit auf dem Podium war Kreishandwerksmeister Walter Gernhard.
So ging es nach der Begrüßung und den Grußworten von Thomas Mann und Holger Bellino direkt in eine muntere Diskussion über. Die Kreisvorsitzende Claudia Kott rief noch einmal die wichtigsten Themen des Landrats-Wahlkampfs in Erinnerung, nämlich gute Schulen, gute Verkehrsinfrastruktur, Stärkung des Ehrenamts.
Die Diskussion unter Einbeziehung des interessierten Publikums war anregend und gab auch den Politikern viele Anregungen, die sie mitnehmen konnten. In die Diskussionsrunde wurden später auch Thomas Mann und Holger Bellino einbezogen.
Für lukullische Genüsse und guten Wein sorgte dann bei interessanten und ausgeprägten Gesprächen in geselliger Runde das Personal des Hotel Steigenberger.
So konnten wir am Sonntag erneut die erfolgreiche Wahl von Ulrich Krebs feiern, nach einem kurzen, sehr heftigen Wahlkampf – von nix kommt nix….
Ulrich Krebs wurde zum dritten Mal im Amt bestätigt Er hatte zwei Gegenkandidaten, von den Grünen Ellen Enslin und von der FDP Holger Grupe. Krebs erreichte im ersten Wahlgang 57,3 Prozent,( Enslin 27,4 und Grupe 15,3 Prozent).
„Das ist ein erfreuliches Ergebnis für unseren Kandidaten, aber  unverständlich ist, dass die Menschen sogar bei einer Direktwahl wenig Interesse an ihren ‚demokratischen Möglichkeiten‘ zeigen; die Wahlbeteiligung von 27,7 Prozent lag zwar über der von vor fünf Jahren. 26 Prozent, aber das stimmt nachdenklich“, so Kott abschließend am Tag nach der Wahl.
Impressionen von der Veranstaltung:
 

 

25.September 2017  – genau einen Tag nach der Bundestagswahl

Finanzplatz und Brexit

Ein Highlight war die VA mit Dr. Gertrud Rosa Traud, Chefvolkswirtin und Leiterin Research der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Mit Frau Dr. Traud konnten wir eine profunde Kennerin der Materie gewinnen, die sich herausragend auch der Forschung und Lehre widmet.

80 Teilnehmer diskutierten im Anschluss an die Veranstaltung

Nachzulesen : Finanzplatz Frankfurt  in der Pole-Position für Brexit Banker – www.helabaVolkswirtschaft/Research   – aus September 2017

Zur Referentin :

Dr. Gertrud Rosa Traud ist seit 2005 Chefvolkswirtin und seit Ende 2006 auch Leiterin Research der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Zuvor studierte sie in Mainz und Michigan VWL und schloss mit der Promotion ab. Nach Stationen bei Julius Bär und der Bankgesellschaft Berlin wechselte sie zur Helaba.

Zudem engagiert sich die einzige Chefvolkswirtin Deutschlands in Wissenschaft und Lehre. Sie hielt u.a. Vorlesungen an der  Warschau Warsaw (pol. Warszawa) School of Economics und lehrte an der Frankfurt School of Finance & Management. Sie erhielt im Jahr 2003 einen Ruf als Professorin an die Fachhochschule Darmstadt.

 

13. September 2017
Wirtschaft und Politik im Gespräch
Die noch bevorstehende Bundestagswahl gab uns die Gelegenheit , die Herausforderungen für den Mittelstand in den Blick zu nehmen. Vor allem die mit dem Begriff „Wirtschaft 4.0“ beschriebene Veränderungsdynamik wirft vielfältige Fragen auf.
Die Veranstaltung am 13. September mit Markus Koob und dem Vertreter der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände VhU, Dr. Clemens Christmann, moderiert von Vorstandsmitglied und Mitglied des Landesvorstands der MIT Hessen Dr. Paul Freiling – war eine sehr gelungene Veranstaltung, an der viele Unternehmer teilnahmen und ihre Sorgen bezüglich hoher Investitionen für die Digitalisierung loswerden wollten – aber auch die Chancen diskutierten. Auch der Landtagsabgeordnete Holger Bellino liess sich die Diskussion nicht entgehen und kam zur Veranstaltung.

Teilnehmerzahl – 40 –

 

28. August 2017

MIT Hochtaunus weiter mit Claudia Kott

Auch in den kommenden zwei Jahren steht Claudia Kott an der Spitze der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Hochtaunus. Bei der Mitgliederversammlung des Kreisverbands wurde die Bad Homburgerin einstimmig wiedergewählt. Der Wehrheimer Dr. Paul Freiling, auch Mitglied des hessischen Landesvorstandes, wird den Kreisverband weiterhin auf Landes- und Bundesebene vertreten. Zu stellvertretende Vorsitzende wurden Susanne Beckmann (Bad Homburg) und der Neu-Anspacher Landtagsabgeordnete Holger Bellino gewählt.

In ihrem Bericht zog Claudia Kott eine positive Bilanz der vergangenen zwei Jahre, zeigte aber auch Aufgabenfelder für die Zukunft auf. So könne die Hochtaunus-MIT sich über eine Anzahl neuer Mitglieder freuen, sei aber im hessischen Vergleich nach wie vor einer der kleineren Verbände. Ein Highlight des vergangenen Jahres sei die Veranstaltung mit dem MIT-Bundesvorsitzenden Carsten Linnemann gewesen. Zu den wichtigsten inhaltlichen Themen hätten neben Fragen der Infrastruktur vor allem bürokratische Eingriffe in Bereichen wie Wohnungsbau, Wärmedämmung oder Sonntagsöffnungszeiten gehört.

Der Vorstand der MIT Hochtaunus 2017/18 (von links): Dr. Jan Thomas Petersen, Ingrid Hamer, Dr. Karl-Alexander Rastädter, Claudia Kott (Vorsitzende), Dr. Ralph Beckmann (Schatzmeister), Susanne Beckmann (Stellvertretende Vorsitzende), Axel Güldenpenning (Schriftführer), Dr. Holm Gero Hümmler. Abwesend: Holger Bellino MdL (Stellvertretender Vorsitzender), Dr. Paul Freiling, Andreas Holzwarth-Rochford, Markus Koob MdB, Harald Schnitzer.

30. Mai 2017

MIT in der Taunus-Zeitung vom 30. Mai 2017

Die MIT Hochtaunus fordert eine verlässliche Regelung für verkaufsoffene Sonntage

 

10. Januar 2017

Bundesvorsitzender der Mittelstandsvereinigung Carsten Linnemann in Bad Homburg

Impulse für den deutschen Mittelstand – Wirtschaftspolitik neu denken

Optimismus, aber auch deutliche Kritik an der Politik und der eigenen Partei prägten den Auftritt des Bundesvorsitzenden der CDU-Mittelstandsvereinigung, Carsten Linnemann, in Bad Homburg. Der 39-jährige Bundestagsabgeordnete gastierte auf Einladung der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Hochtaunus im neu gestalteten Steigenberger Hotel – und trotzte für die Anreise auch den Widrigkeiten des Wetters.

Linnemann verwies auf Erfolge der Mittelstandsvereinigung in der großen Koalition, vor allem bei der Flexi-Rente und bei der Bekämpfung der sogenannten kalten Progression. Bei dieser führt die Zunahme der Steuersätze mit dem Einkommen zu einer höheren Besteuerung von Arbeitnehmern, selbst wenn ihr Einkommen nur im Rahmen der Inflation wächst. Es sei wichtig, dem Steuerzahler diese zusätzlichen Staatseinnahmen zurückzugeben, bevor in der Politik andere Begehrlichkeiten entstünden, so Linnemann: „Wann immer der Staat mehr Geld zur Verfügung hat, wird er Wege finden, das auch auszugeben.“

Weniger erfreulich sei die Situation auf dem für den Mittelstand so wichtigen Gebiet der Arbeits- und Sozialpolitik. Hier habe die SPD die Koalitionsverhandlungen klar gewonnen – vor allem wegen schlechter Vorbereitung auf Seiten der CDU. Ein weiteres Problem sei die oft realitätsfremde Umsetzung der Verhandlungsergebnisse: „Eigentlich müsste sich Bürokratie so langsam auflösen, weil sich das Arbeitsleben verändert und Arbeitnehmer unabhängiger werden. Stattdessen muss der Arbeitgeber bei Mitarbeitern, die von zu Hause arbeiten, kontrollieren, wie dort der Bürostuhl aussieht.“ Linnemann gilt in der eigenen Partei als junger Rebell, seit er im Bundestag gegen die Euro-Rettungsstrategie für Griechenland stimmte.

Seinen unterhaltsamen und zum Teil bissig-witzigen Vortrag bereicherte der junge Abgeordnete mit persönlichen Erfahrungen aus der Buchhandlung seiner Eltern in Paderborn und als Volkswirt bei der Deutschen Bank. Seine Kritik beschränkte sich dabei nicht auf rein parteipolitische Themen. Nicht nur die Politik, sondern auch Wirtschaft und Medien hätten durch die Griechenlandkrise und durch fehlende Offenheit in der Kommunikation zur Flüchtlingskrise an Vertrauen verloren. Bei vielen Menschen sei der Eindruck entstanden „Die machen eh, was sie wollen.“ Für dieses Vertrauen müsse gerade im Hinblick auf die anstehenden Wahltage gearbeitet werden. „Wir müssen auch mehr die Zusammenhänge erklären. TTIP ist so ein Thema, wo wir das nicht geschafft haben. Wir müssen klar sagen, gerade wir in Deutschland brauchen offene Märkte.“

Vor dem Auftritt von Linnemann, dessen Flug aus Berlin durch Schneefall deutlich verspätet ankam, begrüßten Oberbürgermeister Alexander Hetjes und Landrat Ulrich Krebs die rund 100 Zuhörer. Der Landesvorsitzende der hessischen Mittelstandsvereinigung, Frank Hartmann, stimmte mit deutlichen Worten auf Linnemanns Vortrag ein. Insbesondere kritisierte er die Bürokratie und mangelnde Verlässlichkeit durch realitätsferne Detailregelungen aus dem Arbeitsministerium von Andrea Nahles (SPD), zum Beispiel beim Mindestlohn und beim Entgeltgleichheitsgesetz. Gleichzeitig lobte er ausdrücklich die gute Zusammenarbeit in Wirtschaftsfragen innerhalb der schwarz-grünen Koalition in Hessen. Zu den Ehrengästen der Veranstaltung gehörten der Ehrenvorsitzende der MIT Hochtaunus, Prof. Dr. Agilof Lamperstorfer, Kreishandwerksmeister Walter Gernhard und der ehemalige Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Hugo Müller-Vogg.

Eintreffen der Gäste im neu gestalteten Konferenzbereich des Bad Homburger Steigenberger Hotels

Der Saal im Steigenberger Hotel war gut gefüllt

Begrüßung durch Claudia Kott, Vorsitzende der MIT Hochtaunus

Grußwort des Oberbürgermeisters, Alexander Hetjes

Grußwort des Landrats, Ulrich Krebs

Grußwort und Einführung ins Thema durch Frank Hartmann, Landesvorsitzender der MIT Hessen

Die Gäste freuen sich über den eingetroffenen Carsten Linnemann

Vortrag von Carsten Linnemann, Bundesvorsitzender der MIT

Diskussion: Claudia Kott, Carsten Linnemann

Frank Hartmann, Claudia Kott, Carsten Linnemann (v.l.)

 

14. September 2016

MIT Hochtaunus begrüßt Flexirentengesetz des Bundeskabinetts
Kott :  Flexi-Rente großer Erfolg für MIT

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Hochtaunus wertet den Beschluss des Bundeskabinetts zur Flexi-Rente als großen Erfolg: „Es ist eine gute Nachricht, dass der Gesetzentwurf endlich auf den Weg gebracht wird“, sagt  Claudia Kott, Vorsitzende der MIT Hochtaunus. Sie nennt die Flexi-Rente ein „längst überfälliges Signal“ in der Rentenpolitik: „Nur weil jemand ein bestimmtes Alter erreicht hat, gehört er deswegen noch nicht automatisch zum alten Eisen. Wir geben den Menschen endlich das Recht, selbst zu entscheiden, wie lange sie arbeiten wollen.“ Kott geht davon aus, dass das Gesetz zügig im Bundestag verabschiedet wird.

Wer länger arbeitet, soll nach dem Gesetz mehr Rente erhalten, wenn er weiter in die Rentenversicherung einzahlt. So profitiert der Arbeitnehmer auch von den Beiträgen, die sein Arbeitgeber für ihn zahlt und die die Rentenversicherung bislang einbehalten hat. Ferner müssen Arbeitgeber für Mitarbeiter, die über das Renteneintrittsalter hinaus arbeiten, künftig keinen Beitrag zur Arbeitslosenversicherung zahlen. Damit werden zwei zentrale Forderungen der MIT umgesetzt. MIT-Vorsitzende Kott ist erleichtert, dass das Gesetz nach drei Jahren zäher Verhandlungen auf dem Weg ist: „Von der Flexi-Rente profitieren alle Seiten: Der Staat nimmt mehr Steuern ein, der Arbeitgeber kann seine Fachkräfte länger im Betrieb halten und der Arbeitnehmer kann seinen Renteneinstieg nach seinen Wünschen freier gestalten.“

Das Gesetz soll ab 2017 in Kraft treten. Schon 2014 sind auf Druck der MIT die arbeitsrechtlichen Voraussetzungen für die Flexi-Rente geschaffen worden. Seitdem ist es erlaubt, Arbeitsverträge im Rentenalter unendlich oft zu befristen. Damit wird der Einsatz von „Flexi-Rentnern“ für Arbeitgeber erst attraktiv.

MIT-Vorsitzende Kott plädiert dafür, dass die Regelung auch auf Beamte übertragen wird: „Es ist nicht einzusehen, dass rüstige Beamte mit 67 in Zwangspension geschickt werden, wenn sie gerne weiterarbeiten wollen und der Dienstgeber ihre Expertise dringend braucht.“

 

27.4.2016

MIT FrankfurtRheinMain feiert 60 Jahre MIT

Das 60-jährige Bestehen der MIT wollten die fünf Kreisverbände der Bezirksvereinigung FrankfurtRheinMain, Frankfurt, Offenbach Stadt, Offenbach Land, Maintaunus und Hochtaunus zusammen feiern. Die gemeinsame Veranstaltung am 27. April im Deutschen Ledermuseum im Offenbach war ein voller Erfolg, der mit mehr als 100 Gästen eindrucksvoll dokumentiert wurde. Einen wesentlichen Anteil daran hatte der Gastredner des Abends. Klaus-Peter Müller, der Aufsichtsratsvorsitzende der Commerzbank AG, sprach zum Thema „Herausforderungen des deutschen Mittelstandes“. Nach der Begrüßung durch den Bezirksvorsitzenden, Herrn Dr. Markus A. Bock und  einer Zusammenfassung der Höhepunkte in der MIT-Geschichte von Herrn Klaus Bodensohn sprach Klaus-Peter Müller von vier großen Herausforderungen, denen sich Mittelständler stellen müssen. Diese sind nach seiner Überzeugung die noch in die nächsten Jahre hineinreichende Niedrigzinsphase, die Internationalisierung, die Digitalisierung und die Bewältigung der Unternehmensnachfolge. Die Ausführungen Müllers waren immer wieder von Beispielen aus seiner langjährigen Tätigkeit in der Bank und seinen Erfahrungen mit Politikern gespickt. So waren die Zuhörer gefesselt und hatten am Ende des Vortrags Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit Klaus-Peter Müller zu diskutieren. Dies ließ sich keiner entgehen und beim anschließenden Stehempfang wurden die Gespräche fortgesetzt.

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02.02.2016

Die MIT Hochtaunus wünscht Ihnen ein gutes neues Jahr 2016!
Zu Beginn des neuen Jahres möchten wir Sie ganz herzlich zu unserer Jahresauftakt-
Veranstaltung einladen am
Freitag, 12. Februar 2016 um 20.00 Uhr
im Steigenberger Hotel, 61348 Bad Homburg v.d.H.,
Kaiser-Friedrich-Promenade 69-75.
Wir freuen uns, dass wir einen hochkarätigen Referenten gewinnen konnten:
Dr. Michael Meister, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium
spricht zum Thema „ Ausblick ins Mittelstandsjahr 2016″
Unser Oberbürgermeister Alexander W. Hetjes und unser
Bundestagsabgeordneter Markus Koob werden ein Grußwort sprechen und uns auf
die bevorstehende Kommunalwahl am 6. März 2016 einstimmen.
Wir freuen uns über Anmeldungen über das Kontaktformular.

 

12.12.2015

MIT-Mitglieder besichtigen das Commerzbank-Hochhaus

Das Commerzbank-Hochhaus war bei seiner Fertigstellung im Jahre 1997 das höchste Gebäude Europas und ist noch heute mit seinen 300 Metern Gesamthöhe das höchste Bauwerk in Deutschland. Es ist damit von weitem sichtbar eines der Wahrzeichen der Finanzmetropole Frankfurt und selbst die neun Turmgärten, die der berühmte Architekt Sir Norman Foster in das Haus integrierte, sind von weitem zu erkennen. Doch welche architektonischen Besonderheiten prägen abseits von Größe und Gärten das Gebäude und wie sieht es von innen aus?

Diesen und anderen Fragen konnten unsere Mitglieder bei einer Besichtigung des Commerzbank-Hochhauses am 12. Dezember 2015 nachgehen. Durch die Initiative unserer Vorstandsmitglieder Susanne Beckmann und Dr. Ralph Beckmann, beide Commerzbank-Mitarbeiter, war es möglich geworden, mit einer eigens für die MIT organisierten Führung, dieses imposante Bauwerk zu besichtigen. Die Tour startete in der Lobby, wo es schon viel über die Architektur des Wolkenkratzers und seinem Design zu erfahren gab. Weiter ging es dann zur höchsten Büroetage mit Besprechungsräumen des Vorstands auf eine Höhe von 266 Metern und einem beeindruckenden Ausblick in der einsetzenden Dämmerung über das quirlige Frankfurt an einem Adventssamstag. Danach besichtigte die Gruppe verschiedene Turmgärten der unterschiedlichen Himmelsrichtungen und dementsprechend unterschiedlicher Bepflanzung und Büroetagen. Der Nachmittag endete mit einem kleinen Empfang des MIT-Vorstands in der 25. Etage. Diesen nutzten die Teilnehmer dann noch zu weiteren Fragen rund um das Hochhaus. Es wäre aber nicht eine Veranstaltung unserer Mittelstandsvereinigung gewesen, wenn sich die Besucher mit der Architektur zufrieden gegeben hätten. Natürlich wurden daneben aktuelle Wirtschaftsfragen diskutiert und auch kritische Fragen zur Situation der Banken in Deutschland und zur Strategie der Commerzbank durften nicht fehlen. So ging ein sehr kurzweiliger Nachmittag zu Ende und unsere Vorsitzende, Frau Claudia Kott und die Initiatoren freuten sich über die rege Beteiligung.

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01.12.2015

Die soziale Verantwortung in mittelständischen Unternehmen

Bad Homburg. Über „Die soziale Verantwortung in mittelständischen Unternehmen“ will die MIT Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU mit Unternehmerinnen und Unternehmern sowie allen Interessierten aus dem Kreisgebiet Hochtaunus sprechen. Deshalb lädt sie alle, die sich bei diesem Thema angesprochen fühlen, zu einer Veranstaltung mit dem bekannten Unternehmer Burkhard Weller am 1. Dezember um 18.30 Uhr in das Autohaus B & K in Ober-Eschbach (Ober-Eschbacher Str. 163) ein. In einer Zeit, in der Schlagworte wie demographische Entwicklung, Fachkräftemangel im Mittelstand, soziale Gerechtigkeit und auch die Flüchtlings- und Zuwanderungskrise in aller Munde sind, scheint eine Diskussion mit dem Unternehmer, der seine Autohäuser mit den Marken Auto Weller, B & K und Max Moritz in mehr als 35 Jahren zu einer deutschlandweit bedeutenden Unternehmensgruppe entwickelt hat, besonders interessant. Die Vorstellung eines herausragenden Projekts könnte der Höhepunkt des Abends werden, zu dem sich auch der Bad Homburger Oberbürgermeister Alexander Hetjes bereits angekündigt hat. Anmeldungen dazu bis Freitag, 27. November, 14.00 Uhr unter Telefon 06172/8 68 98-30.

 

 

28.09 2015

MIT fordert ÖPNV-Ausbau

Im Jahr 2014 sind rund 715 Millionen Fahrgäste mit dem RMV gefahren. Und die Rhein-Main-Region wird in den nächsten 20 Jahren laut Berechnungen mit weit mehr als 100 000 Menschen einen deutlichen Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen haben. „Diesem Phänomen muss sich die Politik stellen und eine entsprechende Infrastruktur rechtzeitig planen und vorhalten“, fordert die Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung (MIT) der CDU im Hochtaunus, Claudia Kott. Vorhaben für eine Verbesserung der Infrastruktur sollten deshalb auch in der Neuauflage 2015 des Bundesverkehrswegeplans enthalten sein.

Für den ÖPNV im Hochtaunus seien die Regionaltangente West (RTW), eine Verlängerung der S 5 nach Usingen und die mögliche Verlängerung zweigleisiger Abschnitte der Taunusbahn die ersten Schritte in die richtige Richtung. Durch die RTW und die Verlängerung der S-Bahn über Bad Homburg bis Usingen erhalte der Bad Homburger Bahnhof die Chance, zu einer zentralen Verkehrsdrehscheibe des Hochtaunuskreises zu werden. Als dritter Baustein wäre die Anbindung der U-Bahnlinie U 2 an den Bad Homburger Bahnhof sinnvoll. „Die MIT fordert die Politik auf, eine Gesamtlösung zu entwickeln, die der Bevölkerungszunahme und den steigenden Mobilitätsanforderungen gerecht wird“, so Kott.

Auch die Herausforderungen für die Schulen im Kreis würden nicht geringer. Kott: „Deshalb müssen wir das umfangreiche Schulbauprogramm fortsetzen.“ Das betreffe ebenso die ausreichende Versorgung mit Lehrkräften.

 

27.06.2015

Claudia Kott bleibt MIT-Chefin

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU hat einen neuen Vorstand gewählt. Turnusgemäß standen neben dem geschäftsführenden Vorstand – Vorsitz, Stellvertretung, Schatzmeister und Schriftführer – weitere elf Beisitzer zur Wahl.

Gewählt wurden: Claudia Kott (Vorsitzende), Holger Bellino (Stellvertreter), Gerhard Wolff (Schatzmeister), Axel Güldenpenning (Schriftführer) sowie Dr. Ralph Beckmann, Susanne Beckmann, Ingrid Hamer, Dr. Karl-Alexander Rastädter, Dr. Holm-Gero Hümmler, Harald Schnitzer, Tim-Daniel Hordorff (alle Bad Homburg), Dr. Paul Freiling (Wehrheim), Lars Heckmann und Vanessa Heckmann (beide Oberursel) als Beisitzer. In der konstituierenden Sitzung soll zudem der Bundestagsabgeordnete Markus Koob kooptiert werden.

„Die Mitglieder der MIT Hochtaunus stammen bisher zu über 90 Prozent aus Bad Homburg, deshalb freuen wir uns, dass wir auch Vorstandsmitglieder aus anderen Taunus-Gemeinden gewählt haben“, so die alte und neue Vorsitzende Claudia Kott, die sich am Schluss für die ausgezeichnete Zusammenarbeit in den vergangenen zwei Jahren sowie für das ihr erneut ausgesprochene Vertrauen bedankte.

In ihrem Rechenschaftsbericht erwähnte Kott, dass sie einen Antrag im Kreisvorstand zur Abmilderung der Kalten Progression leider nicht platzieren konnte. Ihr Stellvertreter Holger Bellino will zukünftig das Handwerk noch mehr in die Arbeit einbinden.

Berthold Jost, Landesgeschäftsführer der Mittelstandsvereinigung, erläuterte die wichtigen Bundesthemen, die die MIT auf ihrer Agenda hat. Da seien vor allem der Mindestlohn mit all seinen Facetten der Überbürokratisierung mit der Folge von Personalabbau sowie die Rente mit 63, der die MIT mit einer sogenannten Flexi-Rente begegnen will, zu nennen.

 

13.11.2014

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Ein leidenschaftliches Plädoyer für soziale Marktwirtschaft

Ex-Bundesminister Wolfgang Clement zu Gast bei den CDU-Mittelständlern

„Die Währungspolitik in Europa ist ausgereizt. Sie wird nur noch benutzt, um Zeit zu gewinnen.“ Wolfgang Clement fand deutliche Worte in seinem Vortrag bei der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Hochtaunus (MIT) in Bad Homburg. Rund 120 Gäste waren in den Weißen Saal des Schlosses gekommen, um dem ehemaligen Bundeswirtschaftsminister und Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen zu lauschen. Der 2008 aus der SPD ausgetretene Clement ist jetzt Vorsitzender des Kuratoriums der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

In einer emotionalen Einleitung erinnerte Clement an seine Erlebnisse in Leipzig am Tag des Mauerfalls 1989. Im Strom der Trabis Richtung Westen sei klar gewesen, dass die Menschen, anders als viele in seiner damaligen Partei, eine schnelle Einheit wollten. „Das war auch und vor allem eine Entscheidung für die Marktwirtschaft.“ Daran anknüpfend hob Clement auch für die Zukunft die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen und des Freihandels mit den USA hervor und forderte ein größeres Engagement Europas in der Welt. „Wir müssen mehr Verantwortung übernehmen. Nur wirtschaftlich prosperieren wollen, wird nicht funktionieren.“

Charmant und selbstironisch aber auch kampflustig rechnete der ehemalige Bundesminister dann mit der heutigen Politik ab. Gegenüber den CDU-Mittelständlern kreidete er der Großen Koalition drei entscheidende Fehler an und erhielt dafür viel Zuspruch: die Rentenreformen, die Rücknahme früherer Arbeitsmarktreformen und die Umsetzung der Energiewende. Sowohl die Mütterrente als auch die Rente mit 63 verschärften langfristig die Probleme, die durch den demographischen Wandel für das Rentensystem entstehen. Besser sei es, den Menschen, die länger arbeiten wollten, diese Flexibilität zu geben – was sich für sie dann auch auszahlen müsse. Wenn Menschen immer älter würden, müsse man die Fähigkeiten der Älteren besser nutzen. Flexibilität sei auch auf dem Arbeitsmarkt erforderlich, und wo sie durch die Agenda 2010 geschaffen worden sei, dürfe sie jetzt nicht wieder eingeschränkt werden. Angesichts der Regulierung und der langfristig festgeschriebenen Subventionen der Energiewende sieht Clement die Gefahr einer Deindustrialisierung Deutschlands. „So viel Vermögen wie durch die Energiewende ist in Deutschland in Friedenszeiten noch nie vernichtet worden.“ Wie die Mittelstandsvereinigung setzt Clement auf weniger Regulierung, weniger Behörden, auch weniger Bundesländer und sieht den Staat eher als Impulsgeber für Wachstum gefordert. So seien für den grenzüberschreitenden Ausbau von Daten- und Energienetzen gigantische Investitionen erforderlich, die nur aus privaten Investitionen kommen könnten, für die der Staat jedoch die Rahmenbedingungen schaffen müsse.

Immer wieder betonte Clement seinen Optimismus. Hoffnungsvoll blickte er auch nach Europa, wenngleich die Finanzkrise bei Weitem noch nicht beendet sei. Am Ende seien vielmehr die bisherigen Versuche, sie zu bewältigen. Zu einer gemeinsamen Währung gehöre eigentlich auch ein gemeinsames Finanzministerium. Da dies jedoch derzeit völlig unrealistisch sei, forderte Clement die Einführung eines Insolvenzrechts für Staaten. Es müsse möglich sein, dass ein Euroland auch zahlungsunfähig wird, sonst fehle jeder Druck zur Haushaltsdisziplin: „Politik braucht Grenzen!“ Auch die Agenda 2010 sei erst entstanden, als Deutschland wirtschaftlich vor der Wand stand. In dieser Hinsicht kann der ehemalige Minister der fehlenden finanzpolitischen Einigkeit Europas auch Positives abgewinnen: Konkurrenz zwischen Ländern sei das beste Mittel, um zu verhindern, dass Steuern ins Unermessliche steigen. „Ich kenne keinen Politiker, der von sich aus gesagt hätte, wir senken die Steuern. Ich war auch keiner.“