Ältere Nachrichten

08.10.2014

MIT freut sich am 11. November 2014 Wolfgang Clement zu begrüßen

Anknüpfend an eine Tradition früherer Jahre ist es der MIT wieder gelungen, einen besonders hochkarätigen wirtschaftspolitischen Redner in den Hochtaunuskreis zu holen: Am 11. November kommt der ehemalige Bundesminister Wolfgang Clement nach Bad Homburg. Auf Einladung der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung spricht Clement um 19.30 im Weißen Saal des Schlosses über das Thema: „Anmerkungen zur politischen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland und Europa – Was jetzt zu tun ist.“

Wolfgang Clement war von 1998 bis 2002 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und anschließend Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit. Er trat 2008 aus der SPD aus und ist derzeit Vorsitzender des Kuratoriums der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

Im Anschluss kann bei einem kleinen Imbiss über die angesprochenen Fragen diskutiert werden. Dort wird auch die Künstlerin Ulrike Michel ansprechbar sein, von der ausgewählte Skulpturen im Eingangsbereich ausgestellt sein werden. Fast alle ihre Skulpturen thematisieren den Tanz und die

 

24.08.2014

„Wir sind ständig weiter gefordert“

Bundestagsabgeordneter Markus Koob diskutiert mit der MIT die Herausforderungen der Großen Koalition

Spannende Perspektiven aus der Bundes- und Landespolitik brachte die Mitgliederversammlung der MIT Hochtaunus in Bad Homburg. Nach dem offiziellen Teil, bei dem keine Neuwahlen anstanden, berichtete der Bundestagsabgeordnete Markus Koob von seinen Eindrücken aus der Großen Koalition. Konfrontiert mit den Sorgen des Mittelstands, sprach er auch viele problematische Punkte in der Zusammenarbeit mit der SPD offen an, darunter auch die Rentenreform und den Mindestlohn. Einen interessanten Kontrast dazu boten die Einblicke des CDU-Kreisvorsitzenden und ehemaligen hessischen Justizministers Jürgen Banzer in die Koalition mit den Grünen auf Landesebene.

Als Erfolge der Union in Berlin führte Markus Koob vor allem die fortgesetzte Haushaltskonsolidierung und die Euro-Stabilitätspolitik an. Bei diesen wohl wichtigsten Punkten für die Zukunft Deutschlands habe die SPD weit von ihren früheren Forderungen abrücken müssen. Dennoch sei die Union gerade bei der Haushalts- und Währungsstabilität ständig weiter gefordert, in der Koalition eine klare Linie zu halten. Aus dieser Lage heraus sei auch der Abbau der kalten Progression bei der Einkommensteuer zur Zeit kaum anzugehen.

Bei der Rentenreform habe die Union Zugeständnisse machen müssen, gerade in den Details aber oft Schlimmeres verhindert. So betreffe die sogenannte „Rente mit 63“ vor allem einige Übergangsjahrgänge – für die Jüngeren weiche sie im Grundsatz nicht von bisherigen Regelungen ab. Der Union sei es dabei vor allem gelungen, durch Sonderregelungen eine massenhafte Frühverrentung älterer Arbeitnehmer zu verhindern. Dies habe jedoch harte Auseinandersetzungen in der Koalition erfordert. Die aus dem Mittelstand ebenfalls kritisierte Finanzierung der Mütterrente sei hingegen die einzige Möglichkeit gewesen, diese Forderung der CDU umgesetzt zu bekommen.

Auch die Ergebnisse zum Mindestlohn sieht Koob positiver als vieles auf den ersten Blick aussehe. Für die CDU sei auch hier vor allem wichtig gewesen, pragmatische Lösungen zu finden und Fehlanreize zu vermeiden. Ein Erfolg sei hier vor allem die Einführung einer Altersgrenze, damit geringqualifizierte Tätigkeiten für Jugendliche nicht attraktiver würden als eine Berufsausbildung.

Jürgen Banzer betonte die im Vergleich sehr unproblematische Zusammenarbeit mit den Grünen auf Landesebene: „Das ist immer wieder ein Bisschen überraschend. Für die Grünen vielleicht noch mehr als für uns.“ In strukturpolitischen Fragen seien Kompromisse gefunden worden; viel wichtiger sei jedoch, dass hinsichtlich der Schuldenbremse in der Koalition absolute Einigkeit bestehe. Das müsse kein Modell für Berlin sein, so Banzer, eine Zukunftsoption, die sich die Union offen halten solle, sei es aber allemal.

 

23.11.2013

CDU-Mittelstand: Zuschussbedarf des RMV darf nicht ins Unermessliche steigen

Mittelstandsvereinigung beeindruckt von Planungskomplexität des Verkehrsverbundes

Bei allem Verständnis für den Wunsch nach günstigen Fahrpreisen darf auch der Zuschussbedarf des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) nicht ins Unermessliche steigen. Dies war eins der Kernergebnisse einer vorweihnachtlichen Diskussionsveranstaltung der CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT) Hochtaunus mit Professor Knut Ringat, dem Sprecher der RMV-Geschäftsführung. Bei den vom RMV beauftragten Bahn- und Busunternehmen wachsen die Personal- und Energiekosten, und während Pünktlichkeit und Sauberkeit in Fahrgastumfragen eher positiv bewertet werden, sollte die Fahrgastinformation noch deutlich verbessert werden. „Das Geld dafür kann nur aus den Fahrpreisen oder durch Zuschüsse vom Steuerzahler kommen“, fasst der stellvertretende MIT-Vorsitzende Holm Hümmler die Diskussion zusammen. Die öffentlichen Haushalte dürften aber nicht noch mehr belastet werden, außer gezielt für eine spürbare Verbesserung des Angebots. Dennoch sieht der CDU-Unternehmerflügel auch bei den Fahrpreisen Verbesserungsmöglichkeiten, so zum Beispiel bei unfairen Preissprüngen an den Wabengrenzen und durch den Ausbau innovativer Angebote wie Handy- oder E-Tickets.

Beeindruckt zeigt sich die MIT von der Planungskomplexität, die der RMV zu bewältigen hat. So verwies RMV-Geschäftsführer Ringat auf die 42 Bahn- und 943 Buslinien, die der RMV von unterschiedlichen Unternehmen betreiben lässt. Die anwesenden CDU-Unternehmer erkannten auch an, dass es keine leichte Aufgabe ist, die Politik von 15 Landkreisen, 12 Städten und 368 Gemeinden im RMV unter einen Hut zu bringen.

Besorgt zeigt sich die MIT über Veränderungen der Verkehrsströme, die schon bald zu immer deutlicheren Kapazitätsproblemen führen könnten. So gehen die Fahrgastzahlen in den immer dünner besiedelten ländlichen Gebieten Mittel- und Südhessens zwar zurück, steigen im Rhein-Main-Gebiet jedoch um so stärker an, vor allem im Bahnverkehr. Auf die zusätzlichen Passagiere kommen jedoch kaum zusätzliche Züge, und diese könnten auf den vorhandenen Strecken auch gar nicht fahren. Durch das RMV-Gebiet fließt ein großer Teil des stetig wachsenden Schienengüterverkehrs in Deutschland und konkurriert auf wichtigen Strecken mit dem Personennahverkehr um Kapazitäten. Obwohl dieser Transit-Güterverkehr ständig anwächst, entfallen im aktuellen Bundesverkehrswegeplan ganze 1,4 Prozent der Schieneninvestitionen auf Hessen. Die MIT fordert hier baldige Investitionen, im Hochtaunuskreis vor allem in die Regionaltangente West und die Verlängerung der U2 zum Bad Homburger Bahnhof, darüber hinaus aber auch in den Ausbau der S6, die nordmainische S-Bahn und Verbesserungen rund um den Frankfurter Flughafen. Auf diesen Strecken mit ihrem hohen Passagieraufkommen sollte der Zuschussbedarf für den laufenden Betrieb dann durch zusätzliche Fahrkartenverkäufe auch eher gering ausfallen

 

04.09.2013

CDU-Mittelstand sieht Chancen durch Regionaltangente West

Lebhafte Diskussionen bei Veranstaltung mit Regionaltangente-Geschäftsführer Valussi

Große Potentiale für den Hochtaunuskreis durch den Bau der Regionaltangente West (RTW) sieht die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Hochtaunus. Bei einer Diskussionsveranstaltung mit RTW-Geschäftsführer Rolf Valussi in Kronberg zeigten sich die Zuhörer beeindruckt von den erwarteten Passagierzahlen und den Vorteilen einer direkten Verbindung zum Flughafen. Rund ein Fünftel der Gesamtnachfrage auf der geplanten Strecke entfällt auf den Hochtaunuskreis, erläuterte Valussi. Für die mittelständische Wirtschaft interessant sei dies vor allem wegen der kürzlich bekannt gewordenen großen Zahl von Menschen, die nach Bad Homburg und Oberursel zur Arbeit pendeln. Von der RTW profitierten jedoch nicht nur Gemeinden, die direkt an der Strecke liegen. So kämen viele Passagiere auch aus Kronberg, Friedrichsdorf und vielen Orten im Main-Taunus-Kreis.

Aus diesem Grund sieht es die Mittelstandsveinigung als wünschenswert an, dass sich mehr Taunus-Gemeinden in der RTW-Planungsgesellschaft engagierten, auch um mehr Einfluss auf die Ausgestaltung zu bekommen. Dies betrifft vor allem einen kritischen Punkt, der von mehreren Zuhörern angesprochen wurde: die lange Fahrzeit durch viele Haltepunkte in Eschborn und Höchst. So verkürze sich die Fahrzeit von Bad Homburg zum Flughafen gegenüber der S-Bahn-Verbindung mit Umsteigen in Frankfurt nur um fünf Minuten. Gleichzeitig seien auf den wenigen Kilometern durch Höchst und Sossenheim mehr Haltepunkte geplant als im ganzen Hochtaunuskreis. „Es kann nicht unser Ziel sein, dass unsere Verbindung zum Flughafen zur Straßenbahn für Höchst wird“, fasste der stellvertretende Kreisvorsitzende Holm Hümmler die Bedenken der Mittelständler zusammen.

Für Verwunderung bei den anwesenden Unternehmern sorgte, dass neu geplante Streckenabschnitte, auch auf freiem Feld, als Stadtbahn gebaut werden sollen und so nicht mit dem energieeffizienteren Bahnstrom betreiben werden können. Valussi erklärte dies mit der größeren Flexibilität bei einer Planung nach Stadtbahn- anstatt nach Eisenbahnrecht.

Besonders optimistisch zeigten sich die Besucher der Veranstaltung hingegen hinsichtlich der Chancen, die die RTW in Verbindung mit anderen Ausbauprojekten im öffentlichen Nahverkehr bietet. So steigere die Streckenführung der RTW bis Bad Homburg noch einmal die Bedeutung einer Verlängerung der U2 von Gonzenheim zum Bad Homburger Bahnhof. Auch eine Weiterführung der Bahnverbindung Friedberg-Friedrichsdorf bis Bad Homburg werde durch die RTW noch interessanter. Einige Teilnehmer dachten jedoch noch weiter und regten eine Verlängerung von S-Bahn und/oder RTW auf der Strecke der heutigen Taunusbahn an. Hierdurch könne die Attraktivität des Hintertaunus deutlich gesteigert und ein großes Wachstumspotential für Wohnen und Arbeiten gehoben werden.

Dieses Thema könnte schon bald wieder angesprochen werden: Die Mittelstandsvereinigung Hochtaunus will sich dem öffentlichen Nahverkehr weiter verstärkt widmen und plant bereits für den 26. November eine Diskussionsveranstaltung mit RMV-Geschäftsführer Knut Ringat.MIT Kreisverband Hochtaunuskreis

 

24.04.2013

Umfrage der Mittelstandsvereinigung: Versorgungslücken bei Apotheken drohen

Die Apothekenversorgung im Hochtaunuskreis könnte schon in wenigen Jahren spürbare Lücken aufweisen. Davor warnt die Mittelstandsvereinigung der CDU Hochtaunus (MIT) nach einer Umfrage unter Apothekern im Kreisgebiet. Dabei dürften die Effekte von Ort zu Ort sehr unterschiedlich ausfallen. „An attraktiven Standorten wie der Homburger Louisenstraße wird es sicherlich auch zukünftig mehrere Apotheken geben“, fasst die kommissarische MIT-Vorsitzende Claudia Kott die Ergebnisse zusammen, „Kleinere Gemeinden könnten aber bald gar keine Apotheken mehr haben.“ Teilnehmer der Umfrage rechnen mit einer Schließung jeder vierten Apotheke. Vor allem für ältere oder schwer erkrankte Menschen auf dem Land oder in kleineren Stadtteilen könnte die fehlende Nähe zur Apotheke dann zum ernsten Problem werden.

Der wichtigste Grund für die schlechte Stimmung bei vielen Apothekern ist die ständige Unsicherheit über die Bezahlung von Kassenrezepten. Die gesetzlichen Krankenkassen erhalten von den Apotheken einen Preisabschlag, über den nicht nur für das laufende Jahr, sondern auch für die Vergangenheit noch gestritten wird. Selbst gegen die Abschläge für das Jahr 2009 laufen noch Klagen; Apotheken drohen im schlimmsten Fall Nachforderungen von mehreren zehntausend Euro. „Man braucht Verlässlichkeit, und die haben wir nicht. Auf die Politik muss Verlass sein“, klagt eine Homburger Apothekerin. „Welcher andere Unternehmer weiß nach dem Verkauf noch nicht, wie viel Geld er für seine Ware bekommt?“

Der problematischen Einnahmesituation steht ein wachsender Verwaltungsaufwand gegenüber. So seien im vergangenen Jahr die Dokumentationspflichten für selbst hergestellte Rezepturen deutlich erweitert worden – im Prinzip ein sinnvoller Schritt zu mehr Sicherheit für den Patienten, findet die Mehrheit der Befragten. „Das Problem ist, wir bekommen die zusätzliche Arbeit nicht bezahlt“, so Michael-Peter Stoll, Inhaber der traditionsreichen Engel-Apotheke in der oberen Louisenstraße. „Trotz oft einer halben Stunde Mehrarbeit bekommen wir für die Herstellung der meisten Rezepturen gerade fünf Euro.“ Mit Bürokratie hat Stoll noch ganz eigene Erfahrungen: In seinem denkmalgeschützten Schmuckstück ist es besonders anspruchsvoll, den ständig wachsenden Anforderungen der Apothekenbetriebsordnung gerecht zu werden.

Ein von vielen Befragten genanntes Problem will die CDU noch vor der kommenden Bundestagswahl lösen: Eine Notdienstpauschale soll für eine faire Bezahlung von Nacht- und Notdiensten sorgen, verspricht der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, auf Nachfrage der MIT. Derzeit bekommen die Apotheken für jeden Notdienstkunden einen Zuschlag von 2,50 Euro, gerade bei relativ ruhigen Notdiensten kaum kostendeckend. Dr. Christiane Sieber, die Leiterin der Kronberger Schloss-Apotheke, rechnet vor: „Für uns in Schönberg heißt das eine Nacht in Bereitschaft zu sein und mit 2,50 bis 7,50 Euro Vergütung Feierabend zu machen, wenn ein bis drei Kunden den Nachtdienst wahrgenommen haben. Personalkosten lassen sich mit dieser Regelung unmöglich decken.“

Hohen Aufwand verursachen nach wie vor die noch von SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt eingeführten Rabattverträge: Patienten unterschiedlicher Kassen bekommen den gleichen Wirkstoff von unterschiedlichen Herstellern. Dies erfordere nicht nur größeren Lagerbestand durch die vielen erforderlichen Hersteller, sondern koste auch Zeit in der Beratung, so die Befragten. Patienten hätten auch kaum die Möglichkeit, sich an die Veränderungen zu gewöhnen: Nach jedem Wechsel der Rabattverträge müssten gerade ältere Menschen wieder an neue Marken herangeführt werden. Dies gehe zu Lasten der Beratung und letztlich der Kunden, erläutert die Mitarbeiterin einer Apotheke: „In dieser Zeit kann ich die Patienten nicht über Einnahme und Risiken aufklären.“

Die Umfrage zeigt jedoch auch, dass die Situationen der einzelnen Apotheken aber auch die verfolgten Strategien deutlich unterscheiden. Einzelne Apotheken können durch Kosmetik zusätzliche Einnahmen generieren, die von der Gesundheitspolitik unabhängig sind, haben dadurch jedoch auch zusätzlichen Aufwand.  Auch Kostensenkung durch Filialapotheken und Einkaufskooperationen sind Ansätze, die vereinzelt verfolgt werden, jedoch kein Allheilmittel: Eine der befragten Apotheken hat eine Filiale bereits wieder aufgegeben.

 

25.01.2012

„MIT Unternehmern im Gespräch“ – Konjunktur 2012 – Europa im Sog der Schuldenkrise?

MIT Hochtaunus im Gespräch mit der Feri Finance AG

Die MIT Hochtaunus, Mitglied der bundesweiten Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU setzte am 23.01.2012 ihre Vortrags- und Diskussionsreihe „MIT Unternehmern im Gespräch“ fort. Die Veranstaltung fand in den Räumen der Feri AG in Bad Homburg statt. Axel Angermann, Mitglied der Geschäftsleitung der Feri EuroRating Services AG, trug zum Thema „Auswirkungen der Schuldenkrise auf die Anlagebereitschaft, wirtschaftliche Perspektiven“ vor. Riklef von Schüssler, Geschäftsführer der Feri Institutional & Family Office GmbH beleuchtete den zweiten Teil des Vortragsfeldes mit Antworten zur Fragestellung: „Wie sollte man sich bei der Geldanlage positionieren?“

Beide Vorträge vermittelten interessante Einblicke in die aktuelle Wirtschaftslage und Empfehlungen für die persönliche Anlagestrategie. Beim zweiten Vortrag lauteten die Empfehlungen u. a.: größtmögliche Flexibilität  zeigen und bei der Anlagestrategie Klumpenrisiken vermeiden.

Der Kreis von rund 50 Zuhörern setzte sich aus Selbständigen, Angestellten, Parlamentariern und Senioren zusammen. Erfreut registrierte MIT-Vorstandsmitglied Christoph Winderling, der durch die Veranstaltung führte, auch das zahlreiche Teilnahme von Studenten der Betriebs- und Volkswirtschaft der Universitäten Frankfurt und Gießen sowie Mitgliedern der Jungen Union. Die rege Diskussion zeigte, dass ein Thema behandelt wurde, dass bei den Zuhörern großes Interesse fand.

Die MIT Hochtaunus wird diese Vortrags- und Diskussionsreihe, auch in anderen Orten des Kreises, fortsetzen.

Axel Güldenpenning

 

30.01.2011

In zwei Jahren kommt wohl die nächste Reform

Mittelstandsvereinigung diskutiert über Arzneimittelkosten

Äußerst skeptisch zur Grundrichtung der bisherigen Gesundheitsreformen äußerten sich die Teilnehmer bei der Veranstaltung „Raffzahn Pharmabranche???“ der Mittelstandsvereinigung Hochtaunus. In der Central-Apotheke in Steinbach diskutierten Unternehmer und interessierte Bürger mit dem Apotheker Marc Schrott und Unternehmensberater Dr. Holm Hümmler.

Marc Schrott skizzierte zunächst die erfolgreiche Entwicklung seiner Apotheken durch die Spezialisierung auf aufwändige aber profitable Marktlücken wie die Versorgung von Krankenhäusern mit Spezialrezepturen. Der Jungunternehmer betonte jedoch auch, wie kritisch die Situation gerade für viele kleinere Apotheken sei, die die Versorgung im ländlichen Bereich sicherten: „In den elf Jahren meiner Selbstständigkeit gab es sieben Reformen zum Nachteil der Apotheken“.

Hümmler erläuterte zunächst die Entwicklung von Arzneimitteln und die daraus resultierenden Marktstrukturen in der Pharmaindustrie. Dann fasste er die Maßnahmen und Ergebnisse der seit 1967 regelmäßig wiederkehrenden Gesundheitsreformen zusammen. Mit jeder Reform sei die Versorgung der Versicherten etwas eingeschränkt, die Bürokratie etwas vergrößert worden. Eine Kostensenkung hätte selten länger als zwei Jahre gewirkt. Sein skeptisches Urteil zur aktuellen Reform: „Deutschland wird sich nicht vom Preisgefüge des globalen Pharmamarktes abkoppeln können“.

In der abschließenden Diskussion sprachen sich die Teilnehmer für mehr Eigenverantwortung der Versicherten aus. Da Kostensteigerungen von der Entwicklung des medizinisch und pharmazeutisch Machbaren getrieben seien, bedeute Kostenbegrenzung immer auch Leistungsrationierung. Eine solche Rationierung könne nur der Betroffene selbst beim Abschluss seiner Versicherung auf Basis realistisch entstehender Kosten abwägen.

„MIT-Unternehmern im Gespräch“ im Jahr 2011: Dr. Christiane Sieber (Schloss Apotheke, Kronberg im Taunus) und Leon Peter van Lee (MIT Hochtaunus)

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